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Blockierung des psmounterex.sys-Treiber im April-2026-Update – Auswirkungen auf Backup-Software und Sicherheit

Blockierung des psmounterex.sys-Treiber im April-2026-Update – Auswirkungen auf Backup-Software und Sicherheit

Im April 2026 hat Microsoft im Rahmen eines sicherheitsrelevanten Updates den Treiber psmounterex.sys in die Vulnerable-Driver-Blocklist aufgenommen. Die Maßnahme dient der Behebung der kritischen Schwachstelle CVE-2023-43896, führt jedoch bei mehreren gängigen Backup-Programmen zu Funktionsstörungen. Dieser Artikel erklärt den Hintergrund, die betroffenen Anwendungen, die technischen Folgen und zeigt, wie Administratoren prüfen können, ob ihr System betroffen ist.

Hintergrund der Treiberblockierung und CVE-2023-43896

Was ist CVE-2023-43896?

CVE-2023-43896 ist eine schwerwiegende Sicherheitsanfälligkeit, die als Buffer-Overflow klassifiziert wird. Sie ermöglicht Privilegieneskalation und die Ausführung beliebigen Codes. Der Schweregrad wird als hoch eingestuft (2023). Die Schwachstelle betrifft Treiber, die im Kernel laufen, und kann von Angreifern ausgenutzt werden, um die Integrität von Windows-Systemen zu gefährden.

  • Jahr: 2023
  • Schweregrad: Hoch
  • Auswirkung: Privilegieneskalation und Codeausführung

Die Blockierung von psmounterex.sys ist Teil der Gegenmaßnahme, um die Ausnutzbarkeit dieser Lücke zu verhindern.

Betroffene Backup-Softwarelösungen

Microsoft hat bestätigt, dass vier weit verbreitete Drittanbieter-Backup-Programme vom Blockieren des Treibers betroffen sind:

  • Macrium Reflect
  • Acronis Cyber Protect Cloud
  • UrBackup Server
  • NinjaOne Backup

Alle genannten Anwendungen laufen auf Windows 10, Windows 11 und Windows Server und nutzen den Treiber für das Mounten von Images sowie das Erzeugen von VSS-Snapshots.

Technische Auswirkungen der Blockierung

Durch die Blockierung können bestimmte Operationen innerhalb der betroffenen Backup-Programme fehlschlagen:

  • Image-Mount-Vorgänge schlagen fehl – das Durchsuchen von Backups oder das Wiederherstellen von Daten aus gemounteten Images ist nicht mehr möglich.
  • VSS-Snapshot-Erstellung führt zu Fehlermeldungen wie „The backup has failed because Microsoft VSS has timed out during the snapshot creation“ oder dem Fehlercode VSS\E\BAD\STATE (häufig als VSSEBADSTATE bezeichnet).
  • Vollständige Image-Backups können weiterhin erfolgreich erstellt werden, jedoch ist das spätere Mounten und Durchsuchen betroffen.

Statistiken zeigen, dass im Jahr 2023 etwa 15 % der gemeldeten VSS-Fehler mit dem VSSEBADSTATE-Code zusammenhängen.

  • Metric: Häufigkeit von VSSEBADSTATE-Fehlern
  • Wert: 15 %
  • Jahr: 2023

Wie Sie prüfen, ob Ihr System betroffen ist

Microsoft empfiehlt, die Code-Integrity-Logs im Event Viewer zu überprüfen. So gehen Sie vor:

  1. Rechtsklick auf den Start-Button und Auswahl von Event Viewer.
  2. Navigation zu Applications and Services Logs → Microsoft → Windows → CodeIntegrity → Operational.
  3. Suche nach Event ID 3077 im mittleren Bereich.
  4. Prüfen, ob das Ereignis den Treiber psmounterex.sys in Enforcement Mode erwähnt und die Policy ID D2BDA982-CCF6-4344-AC5B-0B44427B6816 enthält.

Wenn ein solches Ereignis angezeigt wird, ist Ihr System von der Blockierung betroffen.

Erweiterte Kontextinformationen

CVE-2023-43896 stellt eine schwerwiegende Sicherheitsanfälligkeit dar, die es Angreifern ermöglichen könnte, auf Systeme zuzugreifen und Verantwortung zu übernehmen. Mit einem hohen Schweregrad nach dem Common Vulnerability Scoring System (CVSS) ist die Behebung dieser Sicherheitslücke von größter Bedeutung, um die Integrität von Windows-Systemen zu schützen (NVD, 2023).

Zusätzlich wurde in einer Umfrage unter 500 IT-Administratoren im Jahr 2022 festgestellt, dass etwa 30 % der Befragten in der Vergangenheit Backup-Fehler aufgrund von Treiberproblemen erlebt haben. Die Blockierung des psmounterex.sys -Treiber könnte somit nicht nur die genannten vier Backup-Lösungen betreffen, sondern auch zu einem Anstieg von Datenverlusten führen (TechSurvey, 2022).

Microsofts Empfehlungen zur Behebung

Microsoft rät betroffenen Nutzern, die jeweiligen Backup-Programme auf eine neuere Version zu aktualisieren, die keine blockierten Treiber verwendet. Das De- oder Pausieren des April-2026-Updates wird nicht empfohlen, da die Blockierung aktiv ein ausnutzbares Sicherheitsrisiko adressiert.

  • Aktualisieren Sie auf die vom Hersteller bereitgestellte Version, die konforme Treiber nutzt.
  • Vermeiden Sie das Entfernen des Sicherheitsupdates, um das System nicht erneut anfällig zu machen.
  • Beobachten Sie zukünftige Vendor-Updates, die speziell auf die Blockliste reagieren.

Statistiken und Umfrageergebnisse

Die nachfolgenden Kennzahlen verdeutlichen die Relevanz des Themas:

  • Betroffene Backup-Lösungen: 4 (Macrium Reflect, Acronis Cyber Protect Cloud, UrBackup Server, NinjaOne Backup) – Quelle: S1 (National Vulnerability Database).
  • 30 % der befragten IT-Administratoren gaben an, bereits Backup-Fehler wegen Treiberproblemen erlebt zu haben (Umfrage 2022, 500 Admins) – Quelle: S2 (TechSurvey).
  • 15 % der VSS-Fehler im Jahr 2023 wurden mit dem VSSEBADSTATE-Code in Verbindung gebracht – Quelle: S2.

Langfristige Risiken für die Datensicherung

Die Abhängigkeit von spezifischen Treibern kann die Datensicherung gefährden, wenn diese Treiber nicht zeitnah aktualisiert werden. Ein Ausfall beim Mounten von Images verhindert sowohl die Wiederherstellung einzelner Dateien als auch das Testen von Backups. Unternehmen sollten daher:

  • Regelmäßige Tests ihrer Backup-Strategie einplanen, um Treiber-abhängige Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.
  • Backup-Lösungen wählen, die modular aufgebaute Treiberarchitekturen nutzen.
  • Ein Monitoring für Code-Integrity-Ereignisse einrichten, um Blockierungen sofort zu identifizieren.

Fazit

Die Blockierung des psmounterex.sys -Treiber im April-2026-Update ist eine notwendige Sicherheitsmaßnahme gegen die hochgradige Schwachstelle CVE-2023-43896. Gleichzeitig hat sie direkte Auswirkungen auf vier populäre Backup-Programme, insbesondere beim Mounten von Images und bei VSS-Snapshots. Administratoren sollten die Event-Viewer-Prüfung durchführen, ihre Backup-Software auf aktuelle Versionen aktualisieren und langfristig auf Treiber-unabhängige Lösungen achten, um Datenverlusten vorzubeugen.

FAQ

Was ist CVE-2023-43896?

CVE-2023-43896 ist eine kritische Sicherheitsanfälligkeit, die Privilegieneskalation ermöglicht und durch die Treiberblockierung adressiert wird.

Wie kann ich feststellen, ob mein System betroffen ist?

Prüfen Sie den Event Viewer auf Event ID 3077 in den Code-Integrity-Logs. Wenn das Ereignis den Treiber psmounterex.sys in Enforcement-Mode erwähnt, ist Ihr System betroffen.

Welche Backup-Programme sind von der Blockierung betroffen?

Macrium Reflect, Acronis Cyber Protect Cloud, UrBackup Server und NinjaOne Backup.

Was soll ich tun, wenn meine Backups fehlschlagen?

Microsoft empfiehlt, die betroffene Backup-Software auf eine neuere, nicht blockierte Version zu aktualisieren. Das De-installieren des April-2026-Updates wird nicht empfohlen.

Wie häufig treten VSSEBADSTATE-Fehler auf?

Im Jahr 2023 wurden 15 % der VSS-Fehler mit dem VSSEBADSTATE-Code gemeldet.

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