PowerShell 7 ist die plattformübergreifende Weiterentwicklung von Windows PowerShell und bildet heute das Kernwerkzeug für IT-Automatisierung auf Linux-Systemen. Offizielle Installationsanleitungen von Microsoft garantieren Kompatibilität, Sicherheit und langfristige Update-Fähigkeit. Dieser Artikel fasst die unterstützten Distributionen, aktuelle Installationsskripte, Post-Install-Konfigurationen sowie wichtige Neuerungen und Risiken zusammen.
Offiziell unterstützte Plattformen für PowerShell 7.1
Microsoft listet für die Version 7.1 folgende Linux-Distributionen als vollständig unterstützt auf:
- Ubuntu 16.04, 18.04, 20.04 (inkl. ARM64)
- Ubuntu 19.10 (via Snap-Package)
- Debian 9, 10
- CentOS 7, 8
- RHEL 7, 8
- Fedora 30
- Alpine 3.11+ (inkl. ARM64)
Diese Liste bildet die Basis für die nachfolgenden Installationsschritte.
Erweiterte offizielle Installationsskripte für PowerShell 7.5
Seit 2025 stellt Microsoft detaillierte Bash-Skripte bereit, die das Registrieren der Microsoft-Repositories und die automatische Installation von PowerShell 7.5 (aktuelle stabile Version 7.5.5) ermöglichen. Die Skripte decken aktuelle LTS-Releases wie Ubuntu 20.04, 22.04 und 24.04 sowie RHEL 8 und 9 ab.
Ubuntu – Schritt-für-Schritt-Installation
sudo apt-get update && sudo apt-get install -y wget wget https://packages.microsoft.com/config/ubuntu/22.04/packages-microsoft-prod.deb sudo dpkg -i packages-microsoft-prod.deb sudo apt-get update sudo apt-get install -y powershell
Nach Abschluss starten Sie PowerShell mit dem Befehl pwsh. Die Paketgröße des DEB-Pakets beträgt ca. 50 MB (Quelle S1).
RHEL / CentOS – Schritt-für-Schritt-Installation
sudo dnf install -y wget wget https://packages.microsoft.com/config/rhel/8/packages-microsoft-prod.rpm sudo rpm -Uvh packages-microsoft-prod.rpm sudo dnf install -y powershell
Das Skript prüft automatisch Abhängigkeiten und ermöglicht zukünftige Updates über den Paketmanager. Unterstützte RHEL-Major-Versionen sind 8 und 9 (Quelle S3).
Nach der Installation – Profile- und Remoting-Konfiguration
PowerShell 7 speichert Konfigurationsprofile in standardisierten Pfaden, die sowohl systemweite als auch benutzerspezifische Einstellungen ermöglichen.
Standard-Profile-Pfade (2025)
/etc/powershell/profile.ps1– AllUsersAllHosts/etc/powershell/AllUsersCurrentHost.ps1~/.config/powershell/profile.ps1– CurrentUserCurrentHost~/.config/powershell/Microsoft.PowerShell_profile.ps1– CurrentUserAllHosts
Alle vier Pfade stehen zur Verfügung, sodass Administratoren zentrale Profile bereitstellen und Anwender gleichzeitig persönliche Anpassungen vornehmen können (Quelle 2025).
Remoting-Einrichtung für PowerShell 7
Remoting erfordert die Definition spezieller Endpunkte. Ein typisches Beispiel lautet:
Enter-PSSession -ComputerName Server01 -ConfigurationName powershell.7
Im Gegensatz zu Windows PowerShell 5.1 muss die Remoting-Konfiguration explizit auf powershell.7 verweisen (FAQ-Antwort).
Was ist neu in PowerShell 7.1?
Die Version 7.1 bringt zahlreiche Engine- und Tool-Verbesserungen mit sich:
- Fix für
SSHConnectionInfound PATH-Prüfungen (Issue #26165) - Schließen von Pipe-Client-Handles nach Erzeugung des Kind-SSH-Prozesses (Issue #26822)
- Korrektur der
$ProgressPreference-Variable in Skript-Cmdlets (Issue #26791) - Erweiterung des Linux-CI-Workflows um Merge-Conflict-Marker-Erkennung
- Integration von GitHub-Copilot-Setup-Workflows
- Verbesserte Test-Annotations für Pester-Fehler
Diese Änderungen erhöhen Stabilität, Sicherheit und CI-Kompatibilität.
Aktuelle Version und Dateigröße
Die neueste stabile Version ist PowerShell 7.5.5 (veröffentlicht 2025). Das DEB-Paket hat eine Größe von etwa 50 MB (Quelle S1). Downloads sind über die offiziellen Microsoft-Learn-Seiten für Ubuntu und RHEL verfügbar (Quellen S1, S2).
Risiken beim Einsatz veralteter Pakete und ZIP-Installation
Der ursprüngliche Artikel bezieht sich auf PowerShell 7.1 (2021). Da inzwischen Version 7.5.x verfügbar ist, können Nutzer veraltete Pakete installieren, die nicht mehr die aktuellen Sicherheits- und Funktionsupdates enthalten. Es wird empfohlen, immer die neuesten Releases von GitHub Releases zu prüfen.
Die ZIP-Archiv-Methode ermöglicht portable Setups, liefert jedoch kein automatisches WSMan-Remoting-Setup und keine Registry-Keys. Für produktive IT-Umgebungen ist daher die Paket-Manager-Methode (apt, dnf, yum) vorzuziehen.
Fazit
PowerShell 7 bietet eine robuste, plattformübergreifende Automatisierungsumgebung für Linux-Server. Durch die offiziellen Installationsskripte von Microsoft können Administratoren aktuelle LTS-Versionen wie Ubuntu 22.04 oder RHEL 9 schnell bereitstellen und gleichzeitig von automatischen Updates profitieren. Die nachgelagerte Konfiguration von Profilen und Remoting stellt sicher, dass PowerShell in produktiven Umgebungen sicher und effizient eingesetzt wird. Wer veraltete Pakete vermeidet und die Paket-Manager-Methode nutzt, reduziert Risiken und profitiert von den neuesten Engine-Fixes und Tool-Erweiterungen.
FAQ
Wie installiere ich PowerShell 7.5 auf Ubuntu 22.04?
Führen Sie das offizielle Skript aus:
sudo apt-get update && sudo apt-get install -y wget wget https://packages.microsoft.com/config/ubuntu/22.04/packages-microsoft-prod.deb sudo dpkg -i packages-microsoft-prod.deb sudo apt-get update && sudo apt-get install -y powershell
Starten Sie PowerShell anschließend mit pwsh (Microsoft Learn, 2025).
Was ist der Unterschied zu Windows PowerShell 5.1?
PowerShell 7 ist cross-platform, open-source und basiert auf .NET Core. Es läuft side-by-side zu Windows PowerShell 5.1 und bietet ein erweitertes Remoting-Modell, das die Angabe -Configuration powershell.7 erfordert (Microsoft Learn, 2025).